Rukwied mahnt Weiterentwicklung des Genossenschaftsmodells an

Eine Weiterentwicklung des Genossenschaftsmodells in Zeiten volatiler Agrarmärkte und des globalen Wettbewerbs hat der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, angemahnt. Diese sei „unverzichtbar“, erklärte Rukwied gegenüber dem Präsidenten des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), Franz-Josef Holzenkamp, in der heutigen Präsidiumssitzung des DBV. Gleichzeitig betonte der Bauernpräsident, dass die Genossenschaften verlässliche Handels- und Vertragspartner sowohl in der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse als auch beim Bezug von Betriebsmitteln seien. Das Prinzip Genossenschaft sei die erste Wahl für das agrarpolitische Ziel, die Position der Landwirte in der Wertschöpfungskette zu stärken.

Holzenkamp unterstrich, dass die Genossenschaften bei der notwendigen Weiterentwicklung der Agrar- und Ernährungswirtschaft eine entscheidende Rolle spielen würden. Diese Basis gelte es, in enger Zusammenarbeit mit dem Berufsstand weiterzuentwickeln. Dann seien die genossenschaftlichen Unternehmen auch in Zukunft in der Lage, sich frühzeitig anzupassen und blieben so wettbewerbsfähig.

Der DRV-Präsident zeigte sich zuversichtlich, dass sich die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft weiterhin positiv entwickeln werde - sowohl im EU-Binnenmarkt als auch im Drittlandexport. Dabei spielten die von Landwirten, Gärtnern und Winzern getragenen Genossenschaften die entscheidende Rolle. Der enge Schulterschluss von DBV und DRV sei nicht zuletzt erforderlich, um auch in der neuen Legislaturperiode praxisgerechte Rahmenbedingungen zu sichern, betonte Holzenkamp, der im 18. Bundestag Agrarsprecher der CDU/CSU-Fraktion war.

Mit Blick auf die genossenschaftlichen Lieferbeziehungen im Molkereisektor berichtete der DRV-Präsident, dass die Gespräche mit dem Bundeskartellamt darüber fortgeführt würden. Entschieden wies er alle Forderungen nach Einflussnahme oder gar rechtlichen Vorgaben zur Änderung der Lieferbeziehungen zurück. „Für die erfolgreiche Weiterentwicklung der genossenschaftlichen Milchwirtschaft ist die beim DRV angebundene Interessengemeinschaft Milch (IGM) federführend. Intensiv berät sie derzeit die Umsetzung von Preissicherungsinstrumenten und den Ausbau des Risikomanagements“, so Holzenkamp. AgE


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